Was der so kann, der Löwenzahn

Im Frühjahr vor der Blüte ist Erntezeit für die gesamte Pflanze, denn Löwenzahn ist fast von oben bis unten heilkräftig. Nur die Stängel des Guten sollte man wegen ihres Milchsaftes nicht genießen, sonst drohen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Mitsamt den Wurzeln werden die Blätter am frühen Morgen ausgegraben, leicht angetrocknet vorsichtig gesäubert und dann im Ganzen ans Pferd verfüttert. Ist es nicht wunderbar, dass man sich zumindest bei dieser Pflanze nicht sorgen muss, dass man zuviel davon ernten könnte?

Auch im Salat, als Gemüse oder als Bestandteil von grünen Smoothies machen sich die vitaminreichen Löwenzahnblätter gut.

Als Heilpflanze unterstützt Löwenzahn den Stoffwechsel. Er eignet sich prima für eine Frühjahrskur zur Abwehrsteigerung und um den Organismus ins Gleichgewicht zu bringen oder dort zu halten.

Am besten setzt man gleich auch eine Tinktur aus einer Handvoll sauberer Löwenzahnwurzeln an, die man in ein Glas mit Schraubdeckel füllt, mit hochprozentigem Wodka aufgießt und verschließt. Immer mal schütteln und nach ca. drei Wochen durch einen Kaffeefilter in ein sauberes, verschließbares Glas gießen. Die Tinktur hilft bei Magen- und Darmbeschwerden und regt die Blasentätigkeit an, man gibt ca. zehn Tropfen zwei Mal am Tag zu den Mahlzeiten.

Löwenzahn ist als homöopathisches Mittel bei Leber- und Blasenbeschwerden und Kopfschmerz bekannt und kann außerdem auch als Blütenessenz angesetzt werden. Hierzu die frisch geernteten Blütenköpfe in einem Glas Wasser bei wolkenlosem Himmel in die Sonne stellen und nach einigen Stunden das Wasser vorsichtig in ein Schraubglas geben und mit der gleichen Menge Alkohol auffüllen. Wirkt bei Verspannungen, Ärger, Überlastung, Überforderung, Angst vor Kontrollverlust. Dosierung wie bei allen Bach-Blüten-Essenzen üblich: ca. drei Mal am Tag ca. drei bis fünf Tropfen.


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