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Tuuli Tunichtgut

  • Autorenbild: oxi
    oxi
  • 7. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit



In diesem Winter hat Tuuli uns ziemlich unglücklich gemacht. Sie begann nämlich, unseren Stall aufzufressen. Also, das Holz darin. Türen, Abtrennungen und so. Und zwar in Rekordgeschwindigkeit.

Wie jeden Winter, so hatten wir den Langohren auch diesmal Äste und Zweige hingelegt, von denen sie die Rinde abnagen. Esche mögen sie gerne, Birke, Schlehe. Aber irgendwie war Tuuli die Rinden-Auswahl nicht groß genug, so schien es. Und deswegen benagte sie den Stall. Überall, wo es ging, entstanden Löcher, nachts wachten wir aus nagenden Biberträumen auf und fürchteten uns.

Als Tommelise als zarte Zweijährige Schorschis  Schweif aufgefressen hat, half Bitterspray, das restliche Schweifhaar zu retten. Das Spray täglich über Schorschis bereits drastisch eingekürzten Schweif gesprüht, hielt Tommelise davon ab, ihn weiter zu frisieren.

Aber Bitterspray gegen Nager, da lachte Tuuli sich drüber kaputt. „Her mit dem Bitterspray“, schien sie zu sagen, „da schmeckts gleich noch besser“.

Bis ich ihr Stroh vorgelegt habe. „Endlich“, sagten ihre lieben Augen, „endlich verstehst du, dass mir einfach Rohfaser fehlt, du dummes, liebes Kurzohr. Das ist ja gerade noch mal gut gegangen.“

Und nun können wir auch wieder ruhig schlafen. Stroh, die Antwort auf all unsere Fragen. Wer hätte das gedacht?


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